 |
|
Das Amerika Haus Frankfurt und der Hessische Rundfunk realisieren 60 Jahre nach Kriegsende eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel “America Meets Frankfurt – 60 Jahre amerikanische Kultur in Frankfurt“ in Form von Filmvorführungen, Diskussionen, Lesungen und Konzerten. Anläßlich des bevorstehenden Umzugs der Presse- und Kulturabteilung des US-Generalkonsulats vom Amerika Haus in das neue Konsulat in Frankfurt-Eckenheim bietet diese Reihe einen Rückblick auf die vielfältige amerikanische Kulturarbeit in Frankurt seit 1945. Zugleich spiegelt das Programm aktuelle Tendenzen in amerikanischer Kultur, Literatur und Gesellschaft wider.
Aktualisierte Informationen zu dieser Veranstaltungsreihe finden Sie im Internet auch unter hr online und Hessen - 60 stolze Jahre
DAS PROGRAMM
2. Juni, 18.30 Uhr Amerika Haus Eröffnungsveranstaltung „Jazz für Demokratie“ (für geladene Gäste) Grußworte: Peter W. Bodde, US-Generalkonsul, und Manfred Krupp, Fernsehdirektor, Hessicher Rundfunk Live-Musik: Bob Degen Trio feat. Thomas Cremer und Manfred Bründl Gesprächsrunde mit Zeitzeugen: Emil Mangelsdorff, Fritz Rau und Thomas Cremer Diskussionsleitung: Jürgen Schwab Event-Seite
6. Juni, 18.30 Uhr Amerika Haus ’American Values’, Teil 1 „Moral Values - Voters in American Society and Politics“ Diskussionsveranstaltung (in englischer Sprache) mit David Blankenhorn, Direktor, Institute for American Values Im Anschluss an die amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2004 hat die Diskussion über sogenannte ’moral values voters’ an Bedeutung gewonnen. Wer sind diese Wähler, was bewegt sie und welche Bedeutung haben sie in der amerikanischen Gesellschaft und für die Politik? Moderation: Cécile Schortmann Diskussionsleitung: Jeffrey Arnold, Amerika Haus Frankfurt Eintritt: frei Persönliche Anmeldung erforderlich per e-mail bis 5. Juni unter vogtm@state.gov Link: http://www.americanvalues.org Event-Seite
11. Juni, ab 16.30 Uhr Gallustheater Hip-Hop Comes First! Schirmherren: US- Generalkonsul Peter W. Bodde und Stadtrat Franz Frey 16.30-18.00 Uhr Hip-Hop Panel mit Diskussion „HipHop-Kultur zwischen Kunst, Kommerz und Politik in Deutschland und den USA“ ab 20.00 Uhr Hip-Hop Live performances (Rap, Breakdance, DJ-Showcase mit Havikoro (Houston, Texas), Kelechi and Dance Academy Frankfurt, Mike Crush, und Mr. L. Das Projekt „Hip-Hop comes first“ ist eine Begegnung der deutschen und amerikanischen HipHopperInnen. Das Ziel ist, die Gemeinsamkeiten der Jugendkulturen am Beispiel der HipHop-Kultur in den jeweiligen Ländern bewusster und greifbarer zu erleben, die vorhandenen Brücken auszubauen und den Dialog zwischen den Jugendlichen beider Ländern zu fördern. In Zusammenarbeit mit: Frankfurter Jugendring, 3 Jungfrauen – HipHop Network Eintritt: 10 € (ab 20:00 Uhr) Karten: Gallustheater, Kleyerstr. 15 (Tel. 069-758060-20 oder http://www.gallustheater.de) Event-Seite
20. Juni, 18.30 Uhr Amerika Haus ’American Values’, Teil 2: „The Campaign for Democratic Renewal: Repairing Democracy’s Roots“ Diskussionsveranstaltung (in englischer Sprache) mit Harry Boyte, Co-Director, Center for Democracy and Citizenship, Hubert H. Humphrey Institute, University of Minnesota Harry Boyte stellt die neue Kampagne des Center for Democracy and Citizenship zur Erneuerung der Demokratie in Amerika vor. Zivilgesellschaftliches Engagement wird dabei als die zentrale Säule jeder demokratischen Gesellschaft angesehen. Moderation: Cécile Schortmann Diskussionsleitung: Jeffrey Arnold, Amerika Haus Frankfurt Eintritt: frei Persönliche Anmeldung erforderlich per e-mail bis 18. Juni unter vogtm@state.gov Link: http://www.publicwork.org
6. Juli, 20.30 Uhr Deutsches Filmmuseum Filmvorführung mit anschliessender Diskussion „Das Frolleinwunder – Liebe aus Ruinen“ Film von Esther Schapira, hr-Produktion 1994 Diskussion: Joachim Faulstich (hr) und Eleonore Holub (Zeitzeugin und Filmprotagonistin) Eintritt: 6,50 € / 5,50 (erm.) Mit KinoCard: 3,50 € Kartenreservierung: Tel. 069-212 38830
21. Juli, 19.30 Uhr Palmengarten Konzert: hr Big Band plays the music of Ornette Coleman Ted Poor, Schlagzeug Jörg Achim Keller, Arrangements/Leitung Mitveranstalter: Frankfurter Rundschau, Friends of Blues e.V., Palmengarten Eintritt: 8 € Kartenvorverkauf: Palmengarten, Siesmayerstr. 63. taglich 9-18 Uhr (ab 23.6.05)
8. und 9. September, 18.00 Uhr und 20:30 Uhr Deutsches Filmmuseum Filmvorführungen und Diskussion: Reeducation-, Atrocity-, Reorientation-, und Marshall-Plan Filme; Ihre politische und humane Idee, und ihr Anteil am Demokratisierungsprozess in Deutschland Einführung und Diskussion: Heiner Ross, Kinomathek Hamburg Dr. Rainer Rother, Deutsches Historisches Museum Berlin Moderation: Cécile Schortmann Eintritt: 6,50 € / 5,50 (erm.) Mit KinoCard: 3,50 € Kartenreservierung: Tel. 069-212 38830 Siehe auch: www.deutsches-filmmuseum.de
13. September, 20.00 Uhr Literaturhaus Villa Clementine, Wiesbaden Frankfurter Str. 1 / Ecke Wilhelmstraße 65183 Wiesbaden Lesung in englischer und deutscher Sprache mit Dawn Clifton Tripp zum Erscheinen des Romans Wasserzeit Aus der deutschen Version liest Cécile Schortmann, hr fernsehen Dawn Clifton Tripp hat sich bereits mit Mondgischt in die Herzen ihrer Leser geschrieben. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Westport Point, einem kleinen Fischerdorf, dem sie mit ihren Romanen ein literarisches Denkmal setzt. Wieder entführt Dawn Clifton Tripp den Leser nach Westport Point an der amerikanischen Ostküste. Dieses Mal in das Jahr 1927. Im Mittelpunkt steht Bridge, eine junge selbstbewußte Frau, die sich langsam dem Einfluß ihres geliebten Bruders Luce und ihres wohlwollenden Großvaters entzieht – angestoßen von ihren Gefühlen zu Henry, einem zurückgezogen lebenden Kriegsveteran. Eine friedlich und sanft beginnende Geschichte, die durch nächtliche Schmuggelfahrten, Gewalt und ungestillte Sehnsüchte in ein Drama mündet, das Bridges Leben in unerwartete Richtungen treibt. Dawn Clifton Tripp hat eine ebenso packende wie zärtliche Liebesgeschichte geschrieben, in der eine junge Frau auf dem Weg zu sich selbst den schmalen Grat zwischen Verbrechen und Leidenschaft beschreitet. Eintritt: € 5 /€ 4 (erm.) Kartenreserverung: Tel. 0611-3086365 Eine gemeinsame Veranstaltung des Mare Buchverlag mit dem Literaturhaus Wiesbaden, hr Fernsehen und dem Amerika Haus Frankfurt
15. September, 20:30 Uhr Deutsches Filmmuseum Filmvorführung mit Diskussion: „Die amerikanische Lektion. Von der Besatzungszone zum Bundesland“. Film von Rolf Bickel und Dietrich Wagner, hr-Produktion 1995 Diskussion mit den Autoren und Zeitzeugen Moderation: Cécile Schortmann Eintritt: 6,50 € / 5,50 (erm.) Mit KinoCard: 3,50 € Kartenreservierung: Tel. 069-212 38830 Siehe auch: www.deutsches-filmmuseum.de
19. September, 19:30 Uhr Amerika Haus Lesung und Diskussion in englischer und deutsche Sprache mit Holly-Jane Rahlens: Wie man richtig küsst Einführung: Cécile Schortmann, hr fernsehen Eine gemeinsame Veranstaltung des Literaturhaus Frankfurt mit dem hr fernsehen, dem Amerika Haus Frankfurt und der Buchhandlung Tatzelwurm Holly-Jane Rahlens, geborene New Yorkerin und gelernte Berlinerin, kam nach ihrem Studium nach Deutschland, wo sie als Autorin, Moderatorin und Kolumnistin arbeitete und sich bald auch literarisch einen Namen machte. Die gefeierte Autorin von Prinz William, Maximilian Minsky und ich (Deutscher Jugendliteraturpreis 2003) und eine „Erzählerin von Teufelsgnaden“ (Der Tagesspiegel) brilliert sowohl durch Witz und Humor als auch durch eine reale Darstellung der Lebenswelt ihrer Charaktere. In ihrem neuen Roman Wie man richtig küsst erzählt sie von Renée Bella Brody, Tochter eines Kaliforniers und einer Berlinerin: Sie ist 15, befindet sich inmitten der Hölle der Hormone und muß drei Wochen mit ihrer Mutter durch die deutsche Provinz reisen – und das ausgerechnet, nachdem sie sich gerade zuhause in Berlin in den tollsten Jungen von allen verliebt hat! Im Koffer hat sie einen Sex-Ratgeber, im Kopf ihre Träume und im Herzen einen tiefen Schmerz. Ab 14 Jahren - Eintritt frei Persönliche Anmeldung erforderlich per e-mail bis 16. September unter vogtm@state.gov
21. September, 19:00 Uhr Amerika Haus Vorpremiere und anschließende Diskussion „America meets Frankfurt: Amerikahaus, Hemingway und AFN“ (hr-Produktion 2005) Deutschland 1945. Bibliotheken, Theatergebäude und Konzertsäle liegen in Trümmern. Aber der hemmungslose NS-Propagandaapparat hat auch das Bewusstsein der Menschen verwüstet. Um wieder eine neue, weltoffene Kultur in Deutschland aufzubauen, hatten die Amerikaner schon vor Kriegsende ein umfangreiches Umerziehungsprogramm geplant. In ihrer gesamten Besatzungszone richtete die US-Militärregierung „Amerika Häuser“ ein, die den Deutschen geistige Starthilfe geben sollten. Der Film von Henning Burk würdigt die Bedeutung amerikanischer Kultur in Frankfurt in den vergangenen 60 Jahren, von der Nachkriegszeit bis heute. Sendetermin im hr fernsehen: 25. September, 17:15 Uhr Moderation: Cécile Schortmann, hr fernsehen (für geladene Gäste)
2. Oktober, 15:30 Uhr IG-Farben Haus Frankfurt, Raum 7.312 Im Rahmen der Feierlichkeiten zu Hessen – 60 stolze Jahre – Geschenkte Freiheit (Tag der offenen Tür im IG-Farben Haus Frankfurt) Filmvorführung mit Diskussion: Vorpremiere: „März 1945: Die Befreiung der Presse“ Film von Henning Burk, hr-Produktion 2005 Diskussion mit Ludwig von Friedeburg und anderen Zeitzeugen Moderation: Cécile Schortmann Eintritt: frei Gesamtes Programm unter http://www.60StolzeJahre.hessen.de
19. Oktober, 19:30 Uhr Amerika Haus Frankfurt Lesung: Anthony Doerr, Winklers Traum vom Wasser (in Kooperation mit Verlag C.H. Beck)
21. Oktober Buchmesse ’Meet the Author’ auf der Buchmesse: Leonard Chang
27. Oktober, 19:30 Uhr Stadtbücherei Frankfurt Lesung: Michael Perry, 485 Seelen und ein Rettungssanitäter (in Kooperation mit axel dielmann-verlag)
3. November, 19:00 Uhr Senckenberg-Museum Vortrag/Diskussion: Jared Diamond, UCLA Kollaps - Warum Gesellschaften überleben oder untergehen (in Kooperation mit S. Fischer-Verlag)
8. Dezember, 20 Uhr Amerika Haus Abschlußveranstaltung mit hr Big Band „Shades of Blue“ – hr Big Band meets Vincent Herring (as) Jörg Achim Keller, Leitung Eintritt: 16 € Kartenreservierung: Tel. 069-155 2000 Der Blues, die Ursuppe von Jazz und Popmusik, hat unendlich viele Facetten. Er kann langsam sein oder schnell, schwermütig oder fröhlich, erdig-einfach oder hochvirtuos, aber eines muss er immer haben: Emotion satt. Letzteres und alles andere garantiert der Solist dieses Projekts: Vincent Herring. Der amerikanische Altsaxofonist gilt als einzig wahrer Erbe Cannonball Adderleys und hat mit Art Blakeys Jazz Messengers ebenso gespielt wie mit dem Horace Silver Quintet. 50 CDs als Sideman alter Hardbop-Haudegen und junger Löwen, sowie 13 CDs unter eigenen Namen sprechen eine deutliche Sprache für die Qualität des in Brooklyn, New York beheimateten Saxofonisten.
|