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Veranstaltungen Juli-Dezember 2010)

Tamar Jacoby spricht über “Was es bedeutet ein Einwanderungsland zu sein”

Tamar Jacoby spricht über “Was es bedeutet ein Einwanderungsland zu sein” (Foto: State Dept)

Tamar Jacoby spricht über “Was es bedeutet ein Einwanderungsland zu sein” (Foto: State Dept)

10. November 2010. Am 10. November stellte Tamar Jacoby, prominente Journalistin, Schriftstellerin, Präsidentin und Geschäftsführerin von Immigration Works USA, sowie Stipendiatin an der American Academy in Berlin, ihre Thesen zu Immigration vor und diskutierte danach mit Prof. Dr. Konrad Jarausch (Freie Universität Berlin) und dem engagierten Publikum im Frankfurter Holzhausenschlösschen. Jacoby betonte die Wichtigkeit einer klaren nationalen Identität, die zum einen kulturelle Vielfalt in der Privatsphäre unterstützt und zum anderen für eine öffentliche Sphäre frei von ethnischen Faktoren sorgt. Aufgabe des Staats sei es, für Institutionen zu sorgen, die soziale Mobilität gewährleisten - unter anderem einen offenen Arbeitsmarkt , zugängliches Wohneigentum und Bildung. Zum Thema Integration in Deutschland bekundete Jacoby ihre Ansicht, dass jede Nation selbst entscheiden sollte, wie viel Immigration sie möchte. Sie äusserte sich optimistisch, was die Entwicklung in Deutschland, einem Integrationsland in den Kinderschuhen, betraf. Prof. Jarausch stimmte mit vielem überein, kritisierte aber den Mangel an Ehrlichkeit in der amerikanischen Kultur im Hinblick auf Xenophobie und gegenüber denjenigen, die es nicht vom Tellerwäscher zum Millionär schaffen.

Der Besuch von Tamar Jacoby fand im Rahmen des „Transatlantischen Mittwochs" statt, einer gemeinsamen wöchentlichen Veranstaltung des Kulturamtes Frankfurt am Main und der Frankfurter Bürgerstiftung in Zusammenarbeit mit der American Academy in Berlin und dem Amerikanischen Generalkonsulat Frankfurt. Am 17. November spricht Martin Jay über "Magical Nominalism: Photography and the Reenchantment of the World".